Peter Ohlendorf

Offener Brief an den thüringischen Ministerpräsidenten Bodo Ramelow

Freiburg, 12.10.2018 Sehr geehrter Herr Ministerpräsident! Thomas Kuban hat exklusiv auf FilmFaktum der thüringischen Landesregierung mit guten Argumenten vorgehalten, sie verhindere neonazistische Musikveranstaltungen nicht unter Ausschöpfung aller möglichen und rechtlichen Mittel. In einem Interview im „Neuen Deutschland“ hat er seine Kritik wiederholt, worauf Sie ihm in einem Gastbeitrag im „Neuen Deutschland“ widersprochen haben. Für Thomas Kuban Anlass, Ihnen auf FilmFaktum zu antworten. Und für mich als Verantwortlichen von FilmFaktum nun

Ministerpräsident Ramelow springt Neonazis argumentativ zur Seite

Keine Einsicht: Der thüringische Ministerpräsident Bodo Ramelow negiert die Vorhaltungen von Thomas Kuban, der die fehlende Verfolgung von Straftaten bei neonazistischen Konzertveranstaltungen kritisiert und seine Vorwürfe ausführlich begründet hat. Hier eine Replik von Thomas Kuban auf die Widerrede von Bodo Ramelow.  Thomas Kuban steht für Interviews oder ein Live-Streitgespräch mit Ministerpräsident Ramelow im Rundfunk oder im Fernsehen zur Verfügung. Es folgt seine Stellungnahme…

Neonazi-Konzerte in Thüringen: Straftaten (Teil 3 von 3)

Die rechtsextremistische Thüringer Band „TreueOrden“ hat bei einem konspirativen Neonazi-Konzert am 11. August 2018 in Kirchheim zwei ihrer Musiker in Richtung Gefängnis verabschiedet. Die beiden sind im so genannten „Ballstädt-Prozess“ [Link: http://www.taz.de/!5523464/] verurteilt worden, in dem es um einen Neonazi-Angriff auf eine Kirmesfeier ging. Und bestraft gehört die ganze Band: Denn „TreueOrden“ spielte an diesem Abend volksverhetzende Lieder und einen Song, der einen Mordaufruf gegen die Macher der so genannten

Neonazi-Konzerte in Thüringen: Straftaten (Teil 2 von 3)

Obwohl die Polizei zur Verfolgung von Straftaten verpflichtet ist … – in Thüringen können Neonazis bei Untergrund-Konzerten ungestört Mordaufrufe verbreiten. Am 11. August 2018 feierte in Kirchheim der Sänger der einstigen Skinhead-Band „Kahlkopf“ nach schätzungsweise 25 Jahren sein Bühnen-Comeback. Das Lied „Chaoten“, das er einst gegen seine politischen Gegner „komponiert“ hat, bot er zur Feier des Tages in einer Live-Version dar: Statt „Sperrt sie alle ein“ sang er „Schlagt sie

Neonazi-Konzerte in Thüringen: Straftaten (Teil 1 von 3)

Bei konspirativ organsierten Neonazi-Konzerten in Thüringen können Rechtextremisten seit Jahren nach Herzenslust Abhitlern – die Polizei verfolgt die Straftaten nicht. Undercover-Rechercheur Thomas Kuban hat zuletzt beim „Joe Rowan Memorial“ der Neonazi-Bruderschaft „Hammerskins“ im Jahr 2016 und bei einem Konzert der selbst ernannten „Reichsmusikkammer“ im Jahr 2018 gedreht – jeweils in Kirchheim, in der so genannten „Erlebnisscheune“ des Hotels „Romantischer Fachwerkhof“. Es folgen Innenansichten aus einer menschenverachtenden Parallelwelt:

HEUTE: ARD - Rechtsrockland - Beiträge von Thomas Kuban

Im ARD-Film „Rechtsrockland“ ist heute (1. Oktober 2018, 22:45 Uhr) aktuelles Video-Material von Thomas Kuban zu sehen, das er undercover in Kirchheim (Thüringen) verdeckt gedreht hat. Darüber hinausgehend wird FilmFaktum in den nächsten Tagen – bis zum Rechtsrock-Festival am 5. und 6. Oktober 2018 in Thüringen – weiteres Videomaterial veröffentlichen, das Straftaten dokumentiert, die von der Thüringer Polizei nicht geahndet wurden.

Den demokratischen Rechtsstaat und die Verfassung schützen - Undercover gegen Nazis.

30.09.2018 Was macht eine Polizei, die an konspirativ organisierten Neonazi-Konzerten regelmäßig scheitert, wenn sie es mit Terroristen zu tun bekommt? Die Antwort auf diese Frage kennen wir längst. Das Desaster können wir am Beispiel des NSU und im Fall des Berliner Anschlags von Anis Amri besichtigen. Abgesehen von Auswertungs- und Analysedefiziten ist insbesondere beim Staatsversagen rund um den NSU deutlich geworden, dass sich das V-Leute-System des Verfassungsschutzes und das V-Personen-System

Thüringens Verfassungsschutz ist in einer schlechten Verfassung

29.09.2018 Als Rot-Rot-Grün im Jahr 2014 die Thüringer Landesregierung übernahm, war die Landes-Verfassungsschutzbehörde reif für die Auflösung. Denn sie stand im Zentrum des Staatsversagens rund um die Rechtsterroristen des „Nationalsozialistischen Untergrundes“ (NSU). Rot-Rot-Grün hielt jedoch an jenem „Verfassungsschutz“ fest, der die Verfassung bislang mehr gefährdet als geschützt hatte. Immerhin: Die V-Leute – also vom Staat bezahlte Neonazis – sollten weitgehend abgeschaltet werden. Und mit Stephan J. Kramer wurde jemand Chef

Rechts rockt rekordverdächtig - eine Lagebeschreibung

28.09.2018 Die Neonazi-Konzerte werden seit Jahren wieder mehr und zunehmend größer. 259 rechtsextremistische Musikveranstaltungen hat das Bundesamt für Verfassungsschutz im Jahr 2017 gezählt. Die öffentlich veranstalteten Großevents zogen bis zu 6000 Rechtsextremisten. Im Oktober 2016 gelang es einer selbst ernannten „Reichsmusikkammer“ aus Deutschland sogar, 5000 Szene-Leute auf konspirativem Wege in die Schweiz zu schleusen. Dass Sicherheitsbehörden trotz dieser Menschenmassen überrumpelt werden konnten … – das ist krass. Denn die Rechtsextremisten

Interview mit Thomas Kuban

Exklusiv-Interview mit Thomas Kuban!   Thomas Kuban wird seine kurz gehaltenen Statements im Videoclip inhaltlich konkretisieren und argumentativ untermauern: An den nächsten drei Tagen wird hier  jeweils eine Kolumne von ihm publiziert. Darin legt er seine Erfahrungen, Einschätzungen und Schlussfolgerungen dar, die aus dem Besuch von neonazistischen Konzertveranstaltungen resultieren. Nach der Veröffentlichung der drei Kolumnen werden wir aktuelles Bildmaterial von Thomas Kuban aus einer neonazistischen Konzerthochburg präsentieren.